A Horse is a Horse

Letztes Jahr haben wir in den Sommerferien auf Cosi aufgepasst, um im Gegenzug haben wir dafür Reitunterricht angeboten bekommen.

Letzte Woche war es dann endlich soweit (nach der ganzen HaussuchOdysee und Herr K.s Sumpfdrüse) haben wir beschlossen uns auch wieder mehr um uns selbst zu kümmern und uns gute Dinge zu gönnen.

Wir waren Cosi besuchen, eigentlich um Fotos von ihm und L. beim Springen zu machen, aber dann haben wir spontan beschlossen 2 Tage später in ein Reitsportgeschäft zu fahren und uns standesgemäß einzukleiden, sowie weitere 2 Tage später mit dem Reitunterricht anzufangen.

Mein Vater war ein grosser Pferdefreund und hatte jede Menge Bekannte, die immer irgendein Pferd zu betreuen hatten. Zu seiner grossen Freude teilte ich diese Leidenschaft mit ihm (zu mindest bis zu meiner Pubertät) und so kam es, dass ich die Wochenende meistens in irgendwelchen Pferdeställen und/oder auf Reitturnieren verbrachte. Das war eine schöne Zeit, bis ich ein mürrischer, genervter Teenager wurde und lieber ausschlafen wollte. Mein Vater fand das nicht gut. Aber meine Liebe für diese grossen sensiblen Tiere blieb über all die Jahre. Reiten ist wie Fahrradfahren. Man verlernt es nicht, aber meine Muskeln müssen sich erst wieder daran gewöhnen und nach 25 Jahren ohne Reiterfahrung fängt man quasi wieder vorne an.

Samstag war es dann soweit, Cosi an der Longe und wir obendrauf, ohne Steigbügel versteht sich, mit dem Ziel überhaupt oben sitzen zu bleiben, und den Sitz zu verbessern.

L. klang ein bisschen nach meinem Vater, nicht nach der Stimmhöhe, aber was sie sagte: “Sitz gerade, Schultern zurück, achte auf Deine Beine, deine Füsse… etc. Den Muskelkater dazu könnt ihr euch nicht vorstellen 😉

Aber es hat super viel Spass gemacht und ich bin extrem glücklich darüber, dass wir die Möglichkeit haben, das alles zusammen zu erleben und zu erlernen.