Das große Hundehaus-im-Reinhardswald-2016-Posting…

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Selbst dem aufmerksamsten Leser mag es eventuell entgangen sein, dass wir viel Zeit im Oktober nicht etwa Siebengebirge sondern fernab im Reinhardswald zugebracht haben. Was daran liegt, dass wir nicht viel darüber geschrieben haben, und daran, dass wir eigentlich überhaupt nicht mehr so viel schreiben.

Also: Wir logierten nun schon zum dritten Mal im Hundehaus im Reinhardswald, einer sehr gemütliche Blockhütte (+Sauna) zwischen Reinhardswald und Weser, die von ihren Besitzern bevorzugt an Hunde mit Menschen, nee, pardon, Menschen mit Hunden vermietet wird.

Urlaub war dieses Mal (oder besser gesagt, wieder einmal) bitter nötig, denn die Kombination Stress sowohl im Brotjob als auch ausserhalb davon auch war 2016 mal wieder vom Allerfeinsten… und die Aussicht, im Oktober fernab von Internet und Handyempfang mit der Buba durch die nordhessische Einsamkeit zu wandern und die Abende erst in der Sauna und dann vor dem Kaminfeuer zu verbringen, war etwas, was uns beide die letzten Monate über am Leben erhalten hatte.

"Feuer? Na hoffentlich können die das mit dem Feuer..."

“Feuer? Na hoffentlich können die das mit dem Feuer…”

Diesmal brauchten wir auch tatsächlich ein wenig länger, bis Entspannung eingekehrt war. Unser Lieblingsspruch war: “Ja, allmählich kehrt ein minimales Maß an Entspannung ein”, und den sagte einer von uns jeden Tag… bis zum letzten Tag 😉

Mit dem Wetter hatten wir mal Glück und mal Pech, wobei man sagen muss, dass auch astreines Schietwetter an der Weser durchaus seinen Reiz haben kann:

Ein paar bemerkenswerte Features unserer Reise möchte hier gerne nochmal gesondert erwähnen.

Zum einen war da die Sonnenblumenwiese, auf die wir bei einer unserer Wanderungen unverhofft stießen, sowie die Gegend darum herum. Es war dort einfach bemerkenswert schön, und wir taten beide unser bestes, die Stimmung irgendwie fotografisch einzufangen:

Dann gab es die Weser, die tatsächlich bei jedem Wetter schön ist, und die uns sowohl früh morgens als auch spät abends dazu einlud, die besondere Atmosphäre dort zu genießen, selbst wenn es bitterkalt und nebelig war:

Außerdem unternahmen wir dieses Mal wieder eine kleine Städtetour nach Hann. Münden. Und nachdem wir uns vorletztes Mal noch ziemlich darüber gewundert hatten, wie es möglich war, dass hier großartige Baudenkmäler einfach so vor sich hin verrotten und vergammeln, erhielten wir dieses Mal tatsächlich eine Antwort auf unsere Fragen.

All diese Häuser waren in den frühen 1990er Jahren für einen relativ wenig Geld von einem Privatmann gekauft worden. Später gingen die Häuser in einer Zwangsversteigerung an eine GmbH, die Familienangehörigen ebendieses Privatmannes gehört (ja, richtig). Seitdem ist nichts mit den Häusern passiert, und Kaufangebote von Stadt und Bürgern wurden von der GmbH bislang abgelehnt. Ich erspare mir an der Stelle einen politischen Kommentar über Geld und Denkmalschutz und lasse stattdessen unsere Impressionen aus Münden sprechen:

Tja, und dann ist da natürlich der Reinhardswald selbst, der sich so viel anders als das Siebengebirge anfühlt, und deshalb für uns fotografisch immer wieder sehr interessant ist…:

Bleibt nur noch eine, die wir noch gar nicht erwähnt haben… und ohne die wir das Hundehaus gar nie aufgesucht hätten.

Richtig, die Hündin.

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“Die Hündin?! Das bin ich!!”

Buba hatte auf jeden Fall ihren Spaß. Spätestens am zweiten Tag fühlte sie sich so richtig zuhause im Hundehaus, buddelte sich eine Höhle im Garten und vergrub darin ihre Habseligkeiten und hielt Ausschau nach Eindringlingen, die sie anwuffen konnte. Das Kaminfeuer fand sie auch wieder super, insbesondere die Tatsache, dass man sich vor dem Kaminfeuer richtig doll den Bauch kraulen und sich auf dem Sofa gar ein Geweih wachsen lassen kann.

Und weil wir auf dem Blog viel zu wenig Hundebilder haben, gibt’s zum Abschluss dieses Artikels noch einige Momentaufnahmen von unserem Hundehütte-Leben mit Buba (und in bester Paparazzi-Manier ein paar Bilder von ihrem heißen Urlaubsflirt, einem wuscheligen und verspielten Rüden namens Sento… ;-)):

Bleibt noch mal zu erwähnen, dass ganz zum Schluss allmählich ein minimales Maß an Erholung einkehrte… was auch einer der Gründe sein dürfte, warum wir seitdem so wenig von uns haben hören lassen. Aber wir geloben Besserung, in kleinen Schritten.

Eure Ks.

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4 Comments

  1. klingt richtig gut! danke für die vielen bilder. und nun noch eine neue musik bitte!

  2. Danke Dir vielmals! Neue musikalische Dinge sind am Entstehen, und ich bin ziemlich begeistert davon… ich möchte nur, nach der Pleite mit der letzten Botany-Bay-“Besetzung”, nie wieder was groß im Internet ankündigen, was dann nicht klappt…

  3. Es klingt nach einem wunderbaren Urlaub!
    Tolle Fotos, wie immer!

  4. Hoffe, die minimale Erholung und der kreative Schub halten an! 🙂

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